Prognostics and Health Management (PHM)
Prognostics and Health Management ist eine ingenieurwissenschaftliche Disziplin, die Zustandsüberwachung, Diagnose und Ausfallvorhersage verbindet, um den Zustand von Anlagen über ihre gesamte Lebensdauer zu steuern. Sie verlagert die Instandhaltung vom Reagieren auf Fehler hin zum Vorhersagen und Verhindern dieser Fehler.
PHM ist das übergeordnete Rahmenwerk, das die Daten und Methoden hinter der vorausschauenden Instandhaltung zusammenführt. Es umfasst die Sensorik und Datenerfassung, die Diagnose (Erkennen und Isolieren eines Fehlers), die Prognostik (Abschätzen, wie sich ein Fehler entwickelt und wie viel Restnutzungsdauer verbleibt) sowie die Entscheidungslogik, die diese Schätzungen in Instandhaltungsmaßnahmen umsetzt.
Ein PHM-System schließt auf die Fehlermodi einer bestimmten Anlage, verfolgt Zustandsindikatoren in Bezug auf diese und liefert sowohl eine Diagnose als auch eine vorausschauende Schätzung der Restnutzungsdauer. Dies erlaubt Betreibern, Eingriffe zu planen, Ersatzteile bereitzustellen und über einen Anlagenbestand hinweg zu priorisieren.
PHM ist am wichtigsten für Anlagen, bei denen ein ungeplanter Ausfall teuer oder unsicher ist – Turbinen, Flugzeugsysteme, große rotierende Maschinen. Indem der Zustand über den gesamten Lebenszyklus statt in festen Intervallen gesteuert wird, reduziert es sowohl Ausfallzeiten als auch unnötige Instandhaltung.
Verwandte Begriffe
Predictive Maintenance (PdM) · Condition Monitoring · Remaining Useful Life (RUL) · Prescriptive Maintenance (RxM)