Zement ist der schwierigste Fall der Dekarbonisierung: ~60–65% seines CO2 sind Prozesschemie — die Kalzinierung von Kalkstein setzt CO2 unabhängig vom Brennstoff frei — und nur ~35–40% stammen aus der Brennstoffverbrennung im Ofen. Diese Aufteilung bestimmt die Strategie: Effizienz- und Brennstoffmaßnahmen greifen jetzt den Brennstoffanteil an; der Kalzinierungsanteil benötigt letztlich Klinkersubstitution oder CCS.
| Jahr | Kostenlose Zuteilung (EU) | Zahlungspflichtige CO2-Kosten | Jahresrechnung (pro 100.000 t Zement) |
|---|---|---|---|
| 2026 | 97.5% | 1,35 € / t Zement | €135,450 |
| 2030 | 51.5% | 26,28 € / t Zement | €2,627,730 |
| 2034 | 0.0% | 54,18 € / t Zement | €5,418,000 |
Bei EUA 77,4 € (11. Juni 2026) und ≈0,7 t CO2/t Zement (klinkergetrieben; GNR/IEA-Spanne 0,5–0,9). EU-ETS-Industriezeitplan; Exporteure unter CBAM folgen der gespiegelten Einführung. Stromsektoren zahlen vom ersten Tag an 100%.
Indikatives Reduktionspotenzial jeder Maßnahme gegenüber dem relevanten Emissionsanteil (Quellen: IEA-Industrie-Roadmaps, Branchenverbände — siehe jede Maßnahmenseite). Maßnahmen stapeln sich, addieren sich aber nicht einfach.
Ofenmäntel laufen zu heiß für herkömmliche Hauben, der Rest der Anlage jedoch nicht: Heißgaskanäle der Rohmühle, Armaturen des Vorwärmerturms, Luftsysteme der Kohlemühle und das Kesselhaus tragen alle Kandidaten für abnehmbare Dämmung. Beim Brennstoffanteil entspricht jedes 1 % thermischer Effizienz ≈ 0,003 t CO2/t Zement — bei 500.000 t/Jahr und €77/t sind das ≈€115k/Jahr je Prozentpunkt, wenn die kostenlose Zuteilung endet.
Methode: ASTM-C680-/ISO-12241-Oberflächenenergiebilanz — dieselbe Engine wie unser öffentliche Rechner. Typischer Effekt abnehmbarer Dämmung über Hochtemperatur-Anlagen: 2–5% des brennstoffbedingten CO2, Amortisation bis zu 2 Jahre.
Direktemissionsintensitäten, typische veröffentlichte Werte je Branchenseite — die Einheiten unterscheiden sich je Produkt; siehe jede Seite für Quellen.