Einführung der zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung

Die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (RCM) ist eine strukturierte Methode, um für jede Anlage die richtige Instandhaltungsstrategie zu bestimmen, indem analysiert wird, wie sie ausfallen kann und was jeder Ausfall bewirkt. Eine Einführung arbeitet kritische Anlagen Funktion für Funktion durch und weist je nach Folge zustandsorientierte, zeitbasierte, Ausfall-bis-Versagen- oder Umkonstruktions-Taktiken zu.

1Funktionendefinieren2Fehlerartenauflisten3Auswirkungenbewerten4Folgen beurteilen5Taktik auswählen6Plan erstellen &prüfen
Einführung der zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung — typical sequence

What it is

RCM ersetzt pauschale Instandhaltungsrichtlinien durch maßgeschneiderte, die aus der Fehleranalyse abgeleitet werden. Für jede Anlage fragt sie, welche Funktionen sie erfüllt, wie sie dabei versagen kann, welche Folgen das hat und was — wenn überhaupt — sich lohnt, um jeden Ausfall zu verhindern oder zu erkennen.

Why it is done

Nicht jeder Ausfall rechtfertigt Vorbeugung; manche lässt man am besten bis zum Versagen laufen, andere erfordern Überwachung, einige rechtfertigen eine Umkonstruktion. RCM lenkt die Instandhaltungsausgaben auf die Ausfälle, die für Sicherheit, Umwelt und Produktion wirklich zählen, und verhindert, dass Aufwand auf belanglose verschwendet wird.

How it is done

Ein moderiertes Team definiert die Funktionen und Funktionsausfälle jeder Anlage, identifiziert Fehlerarten und deren Auswirkungen und bewertet die Folgen. Für jede Fehlerart wählt es eine Taktik — zustandsorientierte Aufgabe, geplante Instandsetzung oder Austausch, Fehlersuchprüfung oder Ausfall-bis-Versagen — und empfiehlt eine Umkonstruktion, wo keine Aufgabe wirksam ist. Die resultierenden Aufgaben werden zum Instandhaltungsplan, der mit zunehmender Erfahrung überprüft wird.

  1. Funktionen definieren
  2. Fehlerarten auflisten
  3. Auswirkungen bewerten
  4. Folgen beurteilen
  5. Taktik auswählen
  6. Plan erstellen & prüfen

What to watch for

Vollständiges RCM ist arbeitsintensiv; es auf nicht kritische Anlagen anzuwenden, verbrennt Aufwand bei geringem Nutzen. Die Analyse als einmaliges Dokument zu behandeln statt als lebenden, mit realen Ausfalldaten überarbeiteten Plan, lässt sie veralten.

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