Pinch-Analyse

Die Pinch-Analyse ist eine systematische Methode zur Minimierung des Energieeinsatzes in einem Prozess, indem heiße und kalte Ströme rund um den 'Pinch-Punkt' — die Stelle der engsten Temperaturannäherung — für die Wärmerückgewinnung zugeordnet werden. Sie legt die thermodynamischen Zielwerte für den minimalen Heiz- und Kühlbedarf fest.

Für die Prozessintegration entwickelt, trägt die Pinch-Analyse den kombinierten Heiz- und Kühlbedarf eines Prozesses als Verbundkurven auf. Wo die Kurven am nächsten zusammenkommen, liegt der Pinch, der den Prozess in einen wärmedefizitären Bereich oberhalb und einen wärmeüberschüssigen Bereich unterhalb teilt. Die goldenen Regeln — keine Wärme über den Pinch übertragen, kein Heizmedium unterhalb davon, kein Kühlmedium oberhalb — ergeben die theoretisch minimale Energierechnung und leiten die Auslegung von Wärmeübertragernetzen.

Verwandte Begriffe