Latente Wärme
Latente Wärme ist die Energie, die bei einem Phasenwechsel eines Stoffes — etwa wenn Wasser zu Dampf verdampft — bei konstanter Temperatur aufgenommen oder abgegeben wird. Sie ist im Vergleich zur fühlbaren Wärme groß und begründet die Nützlichkeit von Dampf als Energieträger.
Während eines Phasenwechsels fließt die zugeführte Energie in das Aufbrechen molekularer Bindungen statt in eine Temperaturerhöhung, sodass ein Thermometer konstant anzeigt, während der Wechsel abläuft. Die Verdampfungswärme von Wasser ist weit größer als die fühlbare Wärme, die zum Aufheizen bis zum Sieden nötig ist, weshalb Dampf beim Kondensieren an einer Prozessoberfläche so viel Wärme abgeben kann. Diese latente Wärme über Kondensatrückführung und Kondensations-Economiser zurückzugewinnen, ist eine bedeutende Effizienzchance.