Stand der industriellen Automatisierung & Robotik 2026

Die Fabrikautomatisierung ist längst keine Geschichte mehr über eine Handvoll Automobilwerke. Die jährlichen Roboterinstallationen lagen vier Jahre in Folge über einer halben Million Einheiten, der betriebene Bestand hat 4,6 Millionen überschritten, und kollaborierende Roboter erweitern still die Käuferbasis in kleinere Betriebe hinein. Dieser Bericht stellt die öffentlich verfügbaren Zahlen dazu zusammen, wo die industrielle Automatisierung und Robotik 2026 steht und was die nächste Welle antreibt.

Die Installationen haben sich in einem Jahrzehnt verdoppelt

553 k units2022541 k units2023542 k units2024575 k units2025 (Prog.)
Jährliche Industrieroboter-Installationen weltweit, in Tausend Einheiten (IFR World Robotics 2025).

Source: International Federation of Robotics — World Robotics 2025 — Industrial Robots (2025)

Rund 542.000 Industrieroboter wurden 2024 weltweit installiert, mehr als doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor, und das vierte Jahr in Folge über einer halben Million Einheiten. Der betriebene Bestand — die arbeitende Flotte auf den Werkshallen — erreichte rund 4,66 Millionen Einheiten, ein Plus von etwa 9 % gegenüber dem Vorjahr. Die IFR erwartet, dass die Installationen 2025 um rund 6 % auf 575.000 Einheiten wachsen, sodass die Flotte selbst dann weiter zunimmt, wenn die jährliche Nachfrage stagniert.

Der Einsatz ist stark auf Asien konzentriert

74%Asien
Asiens Anteil an den neuen Industrieroboter-Installationen 2024 (IFR World Robotics 2025).

Source: International Federation of Robotics — World Robotics 2025 — Industrial Robots (2025)

Die Geografie zählt mehr, als es die Gesamtzahlen vermuten lassen. Auf Asien entfielen 2024 rund 74 % der neuen Installationen, gegenüber etwa 16 % in Europa und 9 % in Amerika, wobei ein einzelnes Land über die Hälfte der globalen Installationen ausmachte. Für eine europäische oder nordamerikanische Anlage ist diese Konzentration ebenso sehr ein Wettbewerbssignal wie eine Statistik: Kosten, Integrations-Know-how und Lieferbasis für Automatisierung skalieren am schnellsten in der Region, die am meisten kauft.

Kollaborierende Roboter erweitern die Käuferbasis

Cobot-Anteil 202310.5%Cobot-Anteil 202412%
Kollaborierende Roboter als Anteil an den weltweit installierten Industrierobotern (IFR).

Source: International Federation of Robotics — Collaborative Robots — How Robots Work alongside Humans (2025)

Der deutlichste strukturelle Wandel ist der Aufstieg kollaborierender Roboter, die ohne schwere Schutzeinrichtungen neben Menschen arbeiten und einfacher zu programmieren sind. Cobots erreichten 2024 nahezu 12 % aller installierten Industrieroboter, gegenüber rund 10,5 % im Jahr 2023. Entscheidend ist nicht der absolute Anteil, sondern die Richtung: Der einfachere Einsatz senkt die Einstiegshürde für kleinere Betriebe und für Aufgaben, die zu automatisieren einst als unwirtschaftlich galt. Die Marktgrößen für die breitere Industrierobotik-Kategorie schwanken stark — Schätzungen von rund 17 Mrd. USD im Jahr 2024 mit Anstieg auf 35 Mrd. USD bis 2030 liegen am konservativen Ende, während andere Analysten die Basis weit höher ansetzen — sodass die Wertzahlen als näherungsweise und methodikabhängig zu lesen sind.

FAQ

Wie viele Industrieroboter sind weltweit im Einsatz?

Der betriebene Bestand erreichte 2024 laut IFR rund 4,66 Millionen Einheiten und wächst um etwa 9 % pro Jahr. Die jährlichen Installationen lagen vier Jahre in Folge über 500.000 Einheiten, sodass die arbeitende Flotte selbst in Jahren mit flacher Neunachfrage weiter zunimmt.

Was ist ein kollaborierender Roboter, und warum ist sein Wachstum bedeutsam?

Ein kollaborierender Roboter, kurz Cobot, ist darauf ausgelegt, ohne schwere Umzäunung sicher neben Menschen zu arbeiten, und ist im Allgemeinen einfacher zu programmieren als ein klassischer Industrieroboter. Cobots erreichten 2024 nahezu 12 % der Installationen. Ihr Wachstum ist bedeutsam, weil geringere Einrichtungskosten und Komplexität die Automatisierung in Reichweite kleinerer Betriebe und von Aufgaben bringen, die zuvor unwirtschaftlich zu automatisieren waren.

Sources

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