Durchführung einer Wertstromanalyse

Die Wertstromanalyse zeichnet den gesamten Material- und Informationsfluss, der zur Lieferung eines Produkts nötig ist, und unterscheidet wertschöpfende Schritte von Verschwendung und Wartezeit. Indem sie den gesamten Fluss und seine Verzögerungen in einer Darstellung sichtbar macht, zeigt sie, wo sich Durchlaufzeit ansammelt, und leitet eine Zukunftszustandsgestaltung an, die die größten Verschwendungsquellen beseitigt.

1Produktfamilieauswählen2Aktuellen Zustandkartieren3Zeiten & Bestanderfassen4Wertschöpfungsanteilberechnen5Zukunftszustandgestalten6Verbesserungsprojekteplanen
Durchführung einer Wertstromanalyse — typical sequence

What it is

Eine Wertstromkarte ist eine visuelle Darstellung jedes Schritts, den ein Produkt durchläuft, mit den auslösenden Informationsflüssen und der Zeit, die jeder Schritt und jede Warteschlange verbraucht. Die Analyse kartiert den aktuellen Zustand ehrlich, berechnet, wie viel der gesamten Durchlaufzeit tatsächlich wertschöpfend ist, und gestaltet dann einen Zukunftszustand, der Bestand, Wartezeit und Nacharbeit reduziert, statt nur einzelne Schritte zu beschleunigen.

Why it is done

Die meiste Zeit, die ein Produkt in einer Anlage verbringt, wartet es, statt bearbeitet zu werden, doch der Verbesserungsaufwand zielt oft auf die schnellen wertschöpfenden Schritte und ignoriert die Warteschlangen dazwischen. Den gesamten Strom zu kartieren, legt offen, wo sich die Durchlaufzeit wirklich verbirgt, verhindert lokale Optimierung, die dem Kunden nicht hilft, und schafft ein gemeinsames, faktenbasiertes Bild zur Neugestaltung des Flusses.

How it is done

Eine Produktfamilie wird gewählt und ihr aktueller Zustand von Ende zu Ende begangen und kartiert, wobei Prozesszeiten, Wartezeiten, Bestand und die jeden Schritt antreibenden Informationssignale erfasst werden. Der wertschöpfende Anteil der gesamten Durchlaufzeit wird berechnet, um das Ausmaß der Verschwendung zu zeigen. Eine Zukunftszustandskarte wird dann gestaltet, um den Fluss zu glätten — Losgrößen verringern, Pull einführen, Schritte ausbalancieren —, und ein priorisierter Aktionsplan macht aus diesem Zukunftszustand abgestufte Verbesserungsprojekte.

  1. Produktfamilie auswählen
  2. Aktuellen Zustand kartieren
  3. Zeiten & Bestand erfassen
  4. Wertschöpfungsanteil berechnen
  5. Zukunftszustand gestalten
  6. Verbesserungsprojekte planen

What to watch for

Im Besprechungsraum aus Annahmen statt durch Begehen des tatsächlichen Flusses zu kartieren, erzeugt eine ordentliche Karte, die nicht der Realität entspricht. Eine schöne Zukunftszustandskarte ohne abgestuften Aktionsplan zu zeichnen, lässt die Übung als Wanddekoration zurück, die am Hallenboden nichts ändert.

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