Optimierung von Schornsteinklappe und Feuerraumzug

Die Optimierung von Schornsteinklappe und Zug ist die Abstimmung von Klappen und Zugregelung, sodass ein Feuerraum oder Kessel beim korrekten, leicht negativen Druck mit der geringsten durchgesaugten Luftmenge läuft. Sie verhindert die Falschluft und den Überzug, die Wärme in den Schornstein tragen und die Verbrennung aus dem Gleichgewicht bringen.

1Feuerraumdruckmessen2Zugziel festlegen3Regelschleifeabstimmen4Falschluftlecksabdichten5Klappenautoritätprüfen6ÜberFeuerungsbereichbestätigen
Optimierung von Schornsteinklappe und Feuerraumzug — typical sequence

What it is

Zug ist die Druckdifferenz, die die Verbrennungsgase durch einen Feuerraum und den Schornstein hinauf zieht, bestimmt durch Schornsteinhöhe, Lüfter und Klappen. Optimierung bedeutet, diesen Zug so zu regeln, dass der Feuerraumdruck auf seinem Zielwert gehalten wird – typischerweise knapp unter Atmosphärendruck –, sodass die Einheit nur die benötigte Verbrennungsluft aufnimmt und nicht unkontrollierte Falschluft, die durch Öffnungen einsickert. Klappenstellungen und etwaige Saug- oder Drucklüfter werden gemeinsam abgestimmt, um dies zu erreichen.

Why it is done

Zu viel Zug saugt überschüssige Kaltluft durch die Feuerungszone und aus dem Schornstein, trägt Wärme fort und erhöht die Rauchgasverluste, während Unterzug Verbrennungsprodukte ausströmen und unvollständig verbrennen lässt. Lose Klappen und offene Dichtungen lassen Falschluft eintreten, die der Brenner nie berücksichtigt, verfälschen den Sauerstoffmesswert und verschwenden die Wärme, mit der diese Luft erwärmt wurde. Den Zug korrekt einzustellen gewinnt Schornsteinverluste zurück, stabilisiert die Verbrennung und senkt die Lüfterleistung für die Förderung unnötigen Gases.

How it is done

Der Feuerraumdruck wird gemessen und ein Zielwert gesetzt, dann wird die Zugregelschleife – Klappe oder drehzahlgeregelter Lüfter – so abgestimmt, dass sie ihn über den Feuerungsbereich stabil hält. Falschlufteintrittsstellen werden ermittelt und abgedichtet, sodass der gemessene Zug die echte Verbrennungsluft widerspiegelt. Klappengestänge und Kennlinie werden geprüft, damit die Regelung Stellautorität besitzt, ohne zu pendeln, und das Verhältnis von Zug, Rauchgassauerstoff und Abgastemperatur wird gemeinsam statt isoliert betrachtet. Die Einstellungen werden dann bei Schwach-, Mittel- und Volllast bestätigt.

  1. Feuerraumdruck messen
  2. Zugziel festlegen
  3. Regelschleife abstimmen
  4. Falschluftlecks abdichten
  5. Klappenautorität prüfen
  6. Über Feuerungsbereich bestätigen

What to watch for

Den Zug bei einer Last abzustimmen lässt ihn andernorts falsch, da sich das Gleichgewicht mit der Feuerungsrate verschiebt. Einen niedrigen Rauchgassauerstoffwert durch Schließen der Klappen zu erjagen, ohne Falschluftlecks abzudichten, verlagert die Leckluft nur und riskiert einen Feuerraum unter Überdruck, der heißes Gas ausströmt. Klemmende oder schlecht gekennlinierte Klappen lassen die Regelung pendeln und Zug und Verbrennung gemeinsam schwingen.

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