Installation einer Blindleistungskompensation

Die Blindleistungskompensation ergänzt die Stromversorgung einer Anlage um Kondensatoren (oder aktive Geräte), um die von Motoren und Transformatoren bezogene Blindleistung auszugleichen und den Leistungsfaktor nahe an eins zu bringen. Sie reduziert den Strom, den der Standort für dieselbe nützliche Arbeit bezieht, senkt Verluste, setzt Anschlusskapazität frei und vermeidet Blindleistungsentgelte des Versorgers.

1Last &Leistungsfaktormessen2Kondensatorbankauslegen3Für schwankendeLast stufen4Oberschwingungenprüfen5Bei BedarfVerdrosselungergänzen6KorrigiertenFaktorverifizieren
Installation einer Blindleistungskompensation — typical sequence

What it is

Induktive Lasten wie Motoren und Transformatoren beziehen Blindleistung, die keine nützliche Arbeit verrichtet, aber dennoch als Strom durch Kabel und Transformatoren fließt. Der Leistungsfaktor ist das Verhältnis von nützlicher zu Gesamtleistung. Die Kompensation installiert Kondensatorbänke, die die Blindleistung lokal bereitstellen, sodass sie nicht mehr den ganzen Weg vom Netz bezogen werden muss, was den Leistungsfaktor erhöht und den Strom für dieselbe Last senkt.

Why it is done

Ein niedriger Leistungsfaktor bedeutet zusätzlichen Strom, der ohne produktiven Ertrag fließt, Kabel und Transformatoren erwärmt, verfügbare Anschlusskapazität aufzehrt und in vielen Tarifen ein finanzielles Entgelt nach sich zieht. Ihn zu korrigieren senkt diese ohmschen Verluste, setzt Kapazität frei, die sonst eine Anschlussvergrößerung erzwingen würde, und beseitigt das Blindleistungsentgelt — meist zu moderaten Kosten.

How it is done

Die Standortlast und ihr Leistungsfaktor werden über einen repräsentativen Zeitraum gemessen, einschließlich wie der Blindleistungsbedarf schwankt. Eine Kondensatorbank wird auf die Blindlast ausgelegt, mit geschalteten oder automatisch gestuften Stufen, wo sich die Last ändert, und so platziert, dass sie möglichst nahe an den induktiven Lasten kompensiert. Die Oberschwingungsverhältnisse werden geprüft, da Kondensatoren mit Oberschwingungen in Resonanz geraten können, und Verdrosselungsdrosseln werden bei Bedarf ergänzt. Der korrigierte Leistungsfaktor wird dann gegen das Ziel verifiziert.

  1. Last & Leistungsfaktor messen
  2. Kondensatorbank auslegen
  3. Für schwankende Last stufen
  4. Oberschwingungen prüfen
  5. Bei Bedarf Verdrosselung ergänzen
  6. Korrigierten Faktor verifizieren

What to watch for

Feste Kondensatoren an einer schwankenden Last können bei Schwachlast überkompensieren, die Spannung anheben und den Schutz auslösen — bei schwankender Last sind gestufte oder automatische Bänke nötig. Kondensatoren in einem oberschwingungsreichen Netz ohne Verdrosselungsdrosseln zu installieren, riskiert eine Resonanz, die die Kondensatoren und die Versorgung beschädigt.

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