Integration einer industriellen Wärmepumpe

Die Integration einer industriellen Wärmepumpe nutzt Strom, um niederwertige Abwärme zu nutzbarer Prozesswärme aufzuwerten und brennstoffbefeuerte Erwärmung zu ersetzen. Da sie mehrere Wärmeeinheiten je Stromeinheit liefert, kann eine gut abgestimmte Wärmepumpe niedertemperaturige Prozesswärme zu attraktiven Betriebskosten dekarbonisieren.

1NiederwertigeQuelle finden2Wärmebedarfabstimmen3Temperaturhubauslegen4Wärmepumpeauswählen5Pufferung &Regelung ergänzen6Gegen Brennstoffverifizieren
Integration einer industriellen Wärmepumpe — typical sequence

What it is

Eine industrielle Wärmepumpe entnimmt Wärme aus einer Niedertemperaturquelle — Abwärmewasser, Abluft, Umgebung — und hebt sie auf eine vom Prozess nutzbare Temperatur, angetrieben durch Strom. Integration bedeutet, eine geeignete niederwertige Quelle und einen zeitgleichen Wärmebedarf zu finden und sie über die Wärmepumpe zu verbinden.

Why it is done

Die Leistungszahl einer Wärmepumpe bedeutet, dass sie mehr Wärme bewegt als den Strom, den sie verbraucht, sodass sie dort, wo niederwertige Abwärme und ein Bedarf mittlerer Temperatur zusammenfallen, Prozesswärme günstiger und mit weit geringeren Emissionen liefern kann als das Verbrennen von Brennstoff — besonders mit fortschreitender Netzdekarbonisierung.

How it is done

Eine niederwertige Wärmequelle und ein Prozesswärmebedarf werden identifiziert und hinsichtlich Temperatur, Menge und Zeitpunkt charakterisiert. Eine Wärmepumpe wird für den erforderlichen Temperaturhub ausgewählt — je kleiner der Hub, desto höher der Wirkungsgrad — und mit Pufferung integriert, um zeitliche Abweichungen auszugleichen. Die Regelung steuert Quelle und Senke, und die Leistung wird gegen den ersetzten Brennstoff verifiziert.

  1. Niederwertige Quelle finden
  2. Wärmebedarf abstimmen
  3. Temperaturhub auslegen
  4. Wärmepumpe auswählen
  5. Pufferung & Regelung ergänzen
  6. Gegen Brennstoff verifizieren

What to watch for

Einen zu großen Temperaturhub zu fordern, lässt Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit zusammenbrechen. Eine zeitliche Diskrepanz zwischen Quelle und Bedarf lässt die Wärmepumpe ohne Pufferung gerade dann stillstehen, wenn sie am meisten gebraucht wird.

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