Industrielle Dekarbonisierung
Industrielle Dekarbonisierung ist der Prozess, die CO2-Emissionen aus Fertigung und Schwerindustrie zu senken — durch Energieeffizienz, Elektrifizierung, Brennstoffwechsel und Erfassung von Prozessemissionen. Die günstigsten Reduktionen stammen meist zuerst aus Effizienz.
Die Dekarbonisierung einer Anlage funktioniert am besten in Reihenfolge: Emissionen messen, Energieverluste senken (der günstigste Kohlenstoff), Wärme rückgewinnen, dann elektrifizieren und Brennstoffe wechseln und schließlich schwer vermeidbare Prozessemissionen angehen. Eine CO2-Bepreisung wie das EU-EHS macht Effizienz zunehmend zu einer finanziellen wie ökologischen Entscheidung, denn jede eingesparte Tonne Brennstoff vermeidet auch Zertifikatskosten.
Verwandte Begriffe
Energy Management System (EnMS / EMS) · Waste Heat Recovery · EU ETS
Verwandte Leitfäden
Dekarbonisierung der Fabrik: ein praktischer Fahrplan
Ein geordneter No-Regret-Fahrplan zur Senkung industrieller Emissionen — zuerst Effizienz, dann Elektrifizierung und Brennstoffwechsel, dann der schwer vermeidbare Rest.
Das EU-EHS erklärt für Industriebetreiber
Wie das EU-Emissionshandelssystem funktioniert, wen es erfasst und warum der steigende CO2-Preis industrielle Effizienz zu einer finanziellen und nicht nur ökologischen Frage macht.