Der steigende Stromanteil am industriellen Energieverbrauch
Strom machte 2022 etwa 23 % des weltweiten industriellen Energieverbrauchs aus, gegenüber rund 19 % im Jahr 2010. Die Industrie elektrifiziert sich stetig – eine langsame, aber konsequente Verschiebung, die einen größeren Teil ihrer Energiekosten und ihres CO2-Fußabdrucks an das Stromnetz bindet.
Quelle: IEA — Energy efficiency and industry analysis (2022)
Was die Daten bedeuten
Mit der Elektrifizierung der Industrie folgen zwei Dinge: Stromrechnungen werden zu einem größeren Teil des Energiebudgets, und die CO2-Intensität eines Werks orientiert sich zunehmend an der des Netzes. Das macht sowohl die Effizienz der Motorsysteme als auch die zeitliche Steuerung des Stromverbrauchs – das Lastmanagement – von Jahr zu Jahr wertvoller.
Kontext
Die Schwerindustrie lief historisch mit Brennstoffen – Kohle, Gas, Öl für Wärme und Dampf. Der allmähliche Anstieg des Stromanteils spiegelt die Elektrifizierung der Prozesswärme, mehr elektrische Antriebe und die frühen Phasen der Dekarbonisierung wider. Die Verschiebung ist von Jahr zu Jahr unspektakulär, aber kumulativ, und sie verändert, wo der finanzielle und der CO2-Hebel in einem Werk liegt.
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Relevant für: Chemicals · Food Processing · Steel & Metals